Nachbericht zu unserem Gig im Debakel:


Das Motto war: "Wenn wir nur einen einzigen Auftritt organisiert bekommen, reicht es schon".


Mit diesem Motto, einigen Demo-CDs und Bandinfos im Gepäck machten wir uns auf, durch Hannovers Kneipen zu ziehen, um einen Gig zu organisieren. Das erste Ziel sollte das Debakel in der Limmerstraße sein. Im Debakel hatte ich vor einiger Zeit schon mal bei einem Bier nach einer grundsätzlichen Auftrittsmöglichkeit gefragt, die auch grundsätzlich gegeben war. Jetzt sollte es konkret werden. Also setzte sich Barfly auf Barhockern an einen Bartisch und begann die Bardame (nicht böse sein für den Ausdruck "Bardame", ich weiß, wie Frisörinnen auf den Ausdruck Friseusen reagieren...) Kerstin zu einem Auftritt zu überreden. Sie holte direkt Verstärkung und wir legten zusammen mit Aykal den 21.10.05 als Auftrittstermin fest.

Der weitere Abend, das heißt folgende Kneipenbesuche verliefen ohne nennenswerte Erfolge aber wir hatten unser Ziel ja bereits erreicht.

Am besagten Termin trafen wir uns alle pünktlich zum Aufbau. An dieser Stelle ist Maurice besonders zu loben, da er weder zu spät kam noch seinen unglaublich wichtigen Drumteppich vergessen hatte. Nach dem Aufbau und anschließendem Soundcheck stärkten wir uns mit Bier und einem entzückendem Gericht, das jedoch von Bandmitglied zu Bandmitglied variierte und deshalb nicht weiter erläutert werden kann.

Bald traf auch schon der Fanbus ein und die Halle füllte sich. OK, zumindest der Fantisch (leicht zu verwechseln mit Fantastisch. oder gar Fanatisch) wurde besetzt. Aber auch die übrige Kneipe war randvoll bestückt mit Laufkundschaft, Stammgästen, Bedienpersonal und Musikinteressierten. Wir legten los. Die Aufmerksamkeit war uns gewidmet. Selbst Zuhörer älteren Semesters war ein Wiegen im Takt anzusehen. Die Stimmung war famos. Nach fast jedem Lied ernteten wir donnernden Applaus und Gegröhle.
Jens überzeugte nicht nur mit gekonnten Ansagen und Überleitungen zu den Liedern. Thomas zupfte profimäßig an seinem Fünfsaiter und Hanni zadelte die Soli nur so herunter, dass einem die Augen schwindelig wurden. Dazu legte Maurice einen transparenten Drumteppich (diesmal nicht als Antiwegrutschhilfsmittel gemeint) als Grundlage hin.
Der Wohlklang unserer Darbietung war nicht zuletzt das Produkt unserer zahlreichen Proben, in denen besonders Maurice nahezu zur Verzweiflung getrieben wurde, seine Lautstärke der Kneipe und insbesondere deren Nachbarn anzupassen. Das Publikum war begeistert und konnte an Zugaben gar nicht genug bekommen. Da wir jedoch Gemamäßig nicht die besten Erfahrungen gemacht hatten, blieb es diesen Abend bei eigenen Liedern und fügten nicht, wie sonst manchmal, noch einige Coversongs an.
Hinterher war das Publikum, Kerstin und Aykal und natürlich wir hochzufrieden.
Ich sach nur:"Ma wieder ´n cooler Auftritt."


Dirk

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